Sehenswürdigkeiten
Die Dampflokomotive von Pelion
1894 entschieden sich die Einwohner von Pelion eine Eisenbahnlinie zu bauen, die die Fruchternte schnell in den Hafen von Volos transportieren würde. 76 Jahre lang ratterte die Eisenbahn über Stock und Stein. 1970 wurde die Linie schließlich lahmgelegt. Aufgrund von Dampflokliebhabern wurde Strecke und Lok vor nur wenigen Jahren restauriert und wieder in Betrieb genommen. Der Zug verkehrt in den Sommermonaten im Gebirge von Pelion. Der alte Bahnhof von Ano Lechonia dient als Einsteigebahnhof und Milies ist die Endhaltestelle. Die wunderschöne Strecke ist sicher die Reise wert, denn sie führt an fantastischen Plätzen vorbei und ermöglicht unglaubliche Aus-Sichten auf die malerische Umgebung.
Pelion setzt die Welt ins rechte Lot in den Tsipouradika
Es wäre sicher ein Fehler die Athmosphäre der Tsipouradika nicht zu erwähnen. Diese Tradition kam nach Pelion zusammen mit den Aussiedlern aus Kleinasien, die sich 1922 nach dem Austausch der Bevölkerungen hier niedergelassen haben. Hauptsächlich waren dies Hafenarbeiter und Seeleute, die sich mittags in den zahlreichen Bars an den Häfen versammelten, um gemeinsam Tsipouro zu trinken und Mesedes aus den kleinen Tellerchen zu essen. Fisch und andere Meeresspezialitäten geben die Geschmacksrichtung an. Das rote Fleisch wurde komplett aus dem Speisezettel der Tsipouradika gestrichen.
Die Tradition setzt sich bis heute fort. Das Tsipouradiko hat sich nunmehr als Treffpunkt in ganz Griechenland etabliert. Die steigende Anzahl von Neueröffnungen kommt gerade mal der steigenden Nachfrage entgegen.